Zink für die Haut - UVA Filter UVB Filter für unreine Haut

Zink kommt in allen Geweben des Organismus vor. Die Hauptmenge von ca. 85% befindet sich in Skelettmuskulatur und Knochen, weitere 11% in Haut und Leber, der Rest in den anderen Geweben.

Zink ist also ein sehr verbreitetes Spurenelement in unserem Körper. Es hilft über 300 Enzymen bei ihrer täglichen Arbeit. Enzyme sind aus Eiweiß bestehende Biokatalysatoren, die im Stoffwechsel chemische Reaktionen begleiten und steuern. Zink arbeitet an zahllosen Prozessen in unserem Körper und in der Haut mit, etwa beim Aufbau der Erbsubstanz, der Eiweißproduktion und der Zellteilung in Haut, Nägeln und Haaren. Es hilft der Haut beim Verhornen und beim Aufbau der Schutzbarriere und festigt das Haar. Es unterstützt bei der Wundheilung und der Immunabwehr. Zudem ist es ein Antioxidans, wirkt gegen hyperaktive männliche Hormone, Bakterien und Herpesviren. Dermatologen verschreiben Zink daher mit erstaunlichen Erfolgen zum Auftragen und Einnehmen bei Hautentzündungen, Infekten, Akne und Haarausfall.

Wirkung

Zink wirkt auf mehreren Stufen. Zum einen verlangsamt Zink das

  • Wachstum von (Propionibacterium acnes, einem akneverursachenden) Bakterium, zum anderen
  • reguliert es die Talgproduktion der Haut.

Talg oder Sebum ist das Produkt der Talgdrüsen und besteht aus Lipiden, also fettähnlichen Substanzen. Akne kann zwar unterschiedlichste Ursachen haben, aber generell beruht sie auf einer Talgüberproduktion. Zink normalisiert diesen Überschuss und wirkt somit dem Problem entgegen.

Seit langer Zeit wird Zink außerdem als topisches Mittel gegen Hautreizungen und Wunden benutzt. Und zwar auch bei Babys, da es so mild und schonend ist, dass es ohne Bedenken selbst bei sehr sensibler Haut verwendet werden kann. Aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung kann Zink auch bei der Hautkrankheit Rosazea (Kupferrose) zur Linderung beitragen.

Zink als UV-Filter

Zink (als Zinkoxid) gehört – gemeinsam mit Titandioxid – zu den sogenannten physikalischen (mineralischen) UV-Filtern. Mineralische UV-Filter wirken wie eine physikalische Barriere auf der Haut. Sie reflektieren UV-Strahlen, ohne dass diese der Haut schaden können. Wie eine Wand schützt das Zinkoxid die Haut und ihre essenziellen Bestandteile. Viele chemische UV-Filter können die Haut reizen oder dem Organismus schaden. Einer der größten Vorteile des Zinkoxids als UV-Filter ist, dass es gut verträglich ist – sogar für Menschen mit hochempfindlicher Haut. Dies ist beim Titandioxid und erst recht bei den chemischen Filtern nicht immer der Fall. Außerdem blockt Zinkoxid sowohl UVB- als auch UVA-Strahlen, wobei fast alle anderen Filter entweder nur vor dem einen oder dem anderen Strahlungstyp effektiv schützen.

Zink in unserer Nahrung

Über die Ernährung gegensteuern kann man mit tierischen Produkten wie Innereine, Fleisch, Milch, Käse und Eiern, aber auch mit Nüssen, Vollkorn, und Schalentieren.

Zinkmangel wirkt sich sehr stark auf Haut, Schleimhäute, Haar und Nägel aus. Wenn im Darm eine Aufnahmestörung für Zink besteht, sind neben Fingern und Nägeln interessanterweise die Körperöffnungen (Mund, Nasenlöcher,…) am stärksten betroffen. Folgen sind Haarausfall, brüchige Nägel, Hautekzeme, eingerissene Mundwinkel, schmerzende Aphten und eine Neigung zu Warzen und Fußpilz

Neben den bereits erwähnten Symptomen kann man einen Zinkmangel über einen Bluttest feststellen; das ist sinnvoll, wenn man nicht genau weiß, woher die Hautprobleme kommen. Bevor man Cortison Cremes verwendet, sollte man auf jeden Fall Zink Cremes probieren und schauen, ob die Beschwerden besser werden. Eine Zinkbestimmung im Blut deckt manchmal die wahre Ursache der Hautveränderung auf: ein Zinkmangelekzem. Aber auch allergische Ekzeme profitieren von Zink.