Allantoin - feuchtigkeitspendend wundheilend gegen unreine Haut

Allantoin ist ein Stoffwechselprodukt, das u.a in Roßkastanienrinde, Weizenkeimen und Schwarzwurzeln vorkommt, jedoch auch in tierischem und menschlichem Harn enthalten ist. Die Wurzel des Beinwell (siehe Pflanze Abbildung) galt wegen ihrer wundheilenden Wirkung u.a. bei Knochenbrüchen bereits vor Jahrhunderten als bewährte Heilpflanze, wegen ihres Gehaltes an Pyrrolizinalkaloiden. Das ist beim gezüchteten Beinwell nicht mehr der Fall. Beinwell enthält als Hauptwirkstoffe neben Polysachariden und Chlorogensäure, auch Allantoin.

Allantoin gilt als wundheilungsfördernd und zellgenerierend. Weiterhin hat es eine keratoplastische (das bedeutet Hornhaut erweichende) Wirkung, die gerne in Rezepturen gegen unreine Haut genutzt wird. Seine feuchtigkeitsspendende Wirkung wird im Vergleich zu anderen verfügbaren und bekannten Substanzen als eher mäßig eingeschätzt. Es soll jedoch Hautirritationen mildern können und gilt allgemein als ausgesprochen verträglich. Dadurch bewährt sich Allantoin in Rezepturen für irritierte und sensible sowie fettende und unreine Hautzustände.

Allantolin wird aufgrund seiner intensiven Wirksamkeit in geringen Dosierungen eingesetzt; Hauptanwendungsgebiete sind Hautemulsionen, Sonnenschutzpräparate und Rasierwässer. Unersuchungen in vitro (lateinisch: im Glas; gemeint ist ein Versuch außerhalb einen lebenden Organismus) zeigen, dass eine 0,2 % ige Allantoin-Lösung die gleiche keratoplastische Wirkung aufweist wie eine 10% ige Harnstofflösung.

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